Interview mit Regina Greve

 

Hast du eine klassische Ausbildung gemacht, oder bist du, wie sehr viele in dem Bereich der Fotografie, als Quereinsteigerin hier gelandet?

Ich bin ein richtiger Quereinsteiger. Nach einem BWL Studium habe ich jahrelang in der Baubranche gearbeitet und wollte eigentlich, um kreativer zu arbeiten, noch Architektur studieren.
Dann hat sich mein Lieblingshobby, die Fotografie, verselbständigt.
Worüber ich sehr glücklich bin!

Was denkst du, dass die Kunden an dir persönlich besonders schätzen?

Meine Geduld. Und, dass meine Fototermine sehr entspannt sind.
Keiner muss sich verstellen, es wird viel gelacht und die Zeit vergeht wie im Flug.
Das sagen jedenfalls oft meine Kunden!

…und was findest du selber an dir und deiner Fotografie gut?

Sich selber zu loben, ist nicht gar so einfach 😉
Aber ich denke, meinen Blick für das Echte. Wirkliche Emotionen und das echte Lachen zu erkennen und dann im richtigen Moment auf den Auslöser zu drücken.
Das ist mir sehr wichtig und das macht für mich meine Bilder aus.
Ich freue mich auch sehr darüber, dass ich es relativ schnell schaffe, Vertrauen aufzubauen und den Menschen, die ich fotografiere,  die Scheu vor der Kamera zu nehmen.
Und wenn ich von einem, zuerst sehr schüchternem Kind, am Ende des Fototermins zum Kindergeburtstag eingeladen werde, ist es eine tolle Bestätigung!

Lässt du dich bewusst inspirieren?
..und wenn ja, wo findest du diese Inspirationen?

Bewusst eigentlich nicht. Mich inspirieren viele Dinge. Filme, Werbung, verschiedene Orte und auch schöne Lichtsituationen. Ich erwische mich häufig dabei, dass ich dann bestimmte Bilder vor mir sehe, die dann im Hinterkopf gespeichert werden.
Bei meinen Kundenterminen kommt die Inspiration von ganz alleine. Nicht zu wissen, was auf mich zukommt, zu gucken und sich immer neu auf die Situation einstellen zu müssen, macht für mich Reiz der natürlichen Fotografie vor Ort aus!

Gibt es einen Fotografen oder eine Fotografin die dich geprägt hat bzw. deren Arbeiten du sehr interessant findest?

Geprägt würde ich nicht sagen.
Aber es gibt Lifestylefotografen, die Bilder aus dem Leben zeigen, die so ungestellt wirken, dass man denken könnte, es sind Schnappschüsse. Was sie natürlich nicht sind. Für mich perfekt!
Aber auch Bilder von berühmten Fotografen wie z.B. Jeanloup Sieff gefallen mir sehr und die Bildbände sehe ich mir immer wieder gerne an.

In welchem Alter fotografierst du die Babys am Liebsten? Eher Neugeboren oder schon etwas handlicher?

Beides! Neugeborene zu fotografieren, ist für mich etwas ganz Besonderes.
Sie haben einen ganz eigenen Zauber und jedes neue Menschenkind ist für mich wie ein Wunder. Es geht so schnell, dass aus einem Neugeborenen ein „richtiges“ Baby wird. Deshalb empfehle ich auch, diese Fotos, wenn möglich, in den ersten 10 Tagen zu machen.
Aber auch schon etwas ältere Babys zu fotografieren, macht mir riesig Spaß.

Wie lange fotografierst du schon beruflich?

Schon ein paar Jahre 😉

Bist du immer noch aufgeregt vor einem Shooting?

Aufgeregt bin ich zum Glück nicht mehr.
Ich werde aber nie vergessen, wie aufgeregt ich vor meinem allerersten Kundenauftrag war!
Jetzt freue ich mich vor jedem Termin darauf, neue Menschen kennenzulernen und für ein paar Stunden an ihrem Leben teilzuhaben.

Gibt es etwas was du fotografisch unbedingt noch machen möchtest?

So einiges! Zum Beispiel würde ich gerne mal auf einem Segelboot Fotos machen.
Ein Fotoshooting in New York ist auch ein Traum von mir.
Und irgendwann einen eigenen Bildband herausbringen. Das wäre toll!

Etwas Technisches: Wie viel Zeit investierst du in die Bildbearbeitung nach dem Shooting?

Manchmal zuviel! Ich bin Perfektionist und mein Anspruch an meine Bilder ist dementsprechend hoch.
Die Zeit der Bildbearbeitung hängt aber auch von den Umständen ab, unter denen die Bilder gemacht wurden.
Fotos die draußen bei perfektem Licht entstanden sind, brauchen nicht viel Nachbearbeitung.
Bilder, die in einer Wohnung während der dunklen Jahreszeit gemacht wurden, dann schon mehr.
Allerdings versuche ich immer die Bilder schon richtig mit der Kamera zu machen und nicht erst am Rechner.

Wo siehst du dich in 10 Jahren?

Das ist eine schwierige Frage! Ich versuche permanent mich weiterzuentwickeln und Neues auszuprobieren.
Ich hoffe, dass der Spaß, den ich beim Fotografieren habe, in 10 Jahren noch genauso groß ist.
Und, dass ich die Dinge, die ich fotografisch unbedingt machen möchte, auch umgesetzt habe.

lieben Dank für das Interview sagt

das VPKF Team

mehr Informationen findet Ihr unter

http://www.regina-greve-photography.com/

M o r e   i n f o