Interview mit Jana Grünberg

 

1.Seit wann arbeitest du als Fotografin und wie ist es dazu gekommen?

2007 habe ich meine Ausbildung zur Portraitfotografin begonnen und 2010 abgeschlossen, seit November 2010 arbeite ich als freie Fotografin.
Im Grunde ist die Fotografie zu mir gekommen, ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich das mal beruflich machen würde. Aber nach meiner Zeit an der Uni wollte ich etwas ganz anderes probieren, etwas, das mir und meinem Naturell mehr entspricht. Also habe ich mich um eine Ausbildung in einem Fotostudio beworben und man sieht ja, wohin das geführt hat…

2.Was genau willst du auf deinen Fotos festhalten und was kennzeichnet deiner Meinung nach ein gutes Kinderportrait?

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, die sich geduldig in irgendeine Pose stellen lassen. Die kleinen Racker haben da echt keine Lust drauf. Die finden das lustig, dass da jetzt diese Tante mit dem großen schwarzen Fotoapparat vor ihnen rum springt, und bestenfalls beziehen sie mich in ihr Spiel mit ein. In der modernen Kinderfotografie geht es nicht mehr darum, artige, saubere, perfekte Kinder in Szene zu setzen, sondern sie so festzuhalten WIE SIE SIND. Lustig, neugierig, schnell, launisch, authentisch, frech und wahnsinnig laut. Wobei man das ja auf den Fotos zum Glück nicht sehen kann…
Wenn man es schafft, das Wesen des Kindes ein Stück weit einzufangen und die emotionale Verbindung zur Familie darzustellen, hat man einen guten Job gemacht.

3.Wie bereitest du dich auf ein Fotoshooting mit den Kindern vor?

Für die Babyshootings muss ich natürlich meinen ganzen Kram zusammenpacken, so dass es fast aussieht, als würde ich bei der Familie einziehen wollen. Bei größeren Kindern versuche ich im Vorfeld mit der Mutter über den Charakter des Kindes zu sprechen, vor allem aber über sein Verhalten Fremden gegenüber, denn nichts anderes bin ich ja für das Kind. Dann kann ich einschätzen, ob ich schnell eine Verbindung aufbauen kann oder ob etwas Bestechung mit Gummibärchen notwendig ist.

4.Was inspiriert dich?

Wahnsinnig viel. Andere Fotografen natürlich und der Austausch mit ihnen (unser Portal ist wie mein zweites Wohnzimmer mit Gruppenkuscheln und zusammen lachen können  , ganz viel Zeug im Internet, auf Facebook und in den Communities, meine eigene Tochter natürlich und der wertvolle Austausch mit den Familien, die ganz oft von Kunden zu lieben Freunden werden, die mich total unterstützen und wertschätzen.

5.Welches war dein bisher intensivstes Erlebnis als Fotograf?

Meine beiden ersten Neugeborenen-Shootings mit Ole und Tom Jakob waren schon ziemlich aufregend, und natürlich meine ersten Hochzeiten. Da schlotterten mir doch ziemlich die Knie vor Aufregung, aber ich hoffe, das hat niemand mitbekommen.

6.Wann und weshalb hast du deinen Blog gestartet?

Meinen ersten Blogger-Blog habe ich noch mitten in der Ausbildung 2008 gestartet, weil ich einfach eine Bühne und Plattform für meine Arbeiten brauchte. Als Fotograf lebt man vom Publikum, das war mir ziemlich früh bewusst. Daraus entstand dann irgendwann der WordPress-Blog, auf dem ich jetzt meinen gesamten Internetauftritt vereine. Für mich macht das mehr Sinn, ich brauche nicht noch eine extra Webseite, ich habe gerne alles an einem Ort. Meine Kunden, Freunde und Familie können sich dort immer meine aktuellen Arbeiten anschauen, rumstöbern oder mir eine E-Mail schicken. Seit einiger Zeit kann man mich auch auf Facebook finden und sich dort mit mir befreunden bzw. meine Fanpage abonieren. Ach, ich liebe das Internet, für meine Belange ist es einfach ideal und meine Kunden haben quasi immer einen heißen Draht zu mir. Und so soll es auch sein!

lieben Dank für das Interview sagt

das VPKF Team

mehr Informationen findet Ihr unter

http://grünberg-fotografie.de/Blog/

M o r e   i n f o