1.Wie bist Du denn zur Baby- und Kinderfotografie gekommen?

Die kreative Ader habe ich schon in die Wiege gelegt bekommen – doch der Weg bis zur selbstständigen Fotografie war etwas kurvig.

Mein erlernter Beruf ( Floristin) hat mich bis vor ein paar Jahren noch voll und ganz erfüllt.

Nebenbei entwickelte sich die Fotografie immer mehr – erst waren es Naturaufnahmen kombiniert mit Texten, Gedanken, die

Geschenkkarten zierten. Bald schon merkte ich, dass mich auch der „Mensch“ als Fotoobjekt sehr reizt…diese Vielseitigkeit hat einen besondere Anziehungskraft auf mich ausgeübt – tja, und nun habe ich es geschafft, zwei der wunderbarsten Momente im Leben von uns Menschen immer wieder begleiten zu dürfen: bei der Neugeborenenfotografie & bei den Hochzeitsreportagen

2.Wo fotografierst du deine kleinen Kunden am liebsten?

Natürlich Daheim in der vertrauten Umgebung, am besten noch bei Tageslicht.

Gerade bei Babys ist das die beste Lösung! Alles ist vertraut, keine anstrengende Autofahrt usw. !Besonders reizvoll finde ich neben den Homeshootings die Outdoorfotografie, die viel Abwechslung mit sich bringt- es gibt nichts schöneres als eine Familie bei einem Naturspaziergang mit der Kamera zu begleiten!

3.Was freut dich besonders an deinem Beruf?

Ich lieben den Moment, Menschen mit meinen Bildern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern -i hnen besondere Momente festzuhalten, ihnen für die Ewigkeit etwas zu schenken.

Spannend finde ich die vielen neuen Begegnungen – das erweitert den persönlichen Horizont sehr!

4. Steckst du viel Zeit in die Bildbearbeitung?

Oh ja…viel zu viel 🙂 Ich liebe es aus den einzelnen Fotos, kleine individuelle „Kunstwerke“ zu machen, die meine Handschrift tragen – bei aller Bearbeitung soll die Bildaussage und die Natürlichkeit nicht verloren gehen, dafür ist viel Feingefühl nötig.

5. Wie würdest du deinen Bildstil beschreiben?

Emotional – das ist wohl das Wichtigste, ebenso das Kreative und Individuelle

Auf jeden Kunden einzugehen, auch auf seine Wünsche – und trotzdem dem eigenen Stil treu bleiben – das macht meine Arbeit aus!

6.Was sind Deine Lieblingsmotive und warum? Was reizt Dich besonders daran?

Da muss ich wieder auch meine zwei „Eckpfeiler“ zurückkommen – der Zauber der Neugeborenfotografie, und die Aufregung, die

Liebe die bei Hochzeiten in der Luft liegt haben es mir sehr angetan!

7. Bietest du auch Studiofotografie an?

Bewusste habe ich mich am Anfang des Jahres von der Studiofotografie zurückgezogen. On location, im Freien, bei den Kunden daheim mit natürlichem Licht – da ist Leben und Abwechslung…das entspricht meiner momentanen Entwicklung ! Natürlich kann es sein, dass mich mein Weg wieder mal in ein Studio führt….aber im Moment währe es mir zu starr.

8.Was ist für dich ein gutes Bild?

Ein gutes Bild muss berühren….das Herz & die Seele – das Streben nach technischer Perfektion steht bei mir nicht im Vordergrund!

9.Was hast du für Ziele?

Es fällt mir meist schwer Ziele zu fassen, bzw. zu benennen, ob nun im privaten Bereich oder im beruflichen. Ich bin ein Mensch der sehr im Jetzt lebt, im gegenwärtigen Moment steht – was die Zukunft bringt kann ich nicht sagen und möchte ich auch nicht bestimmen. Durch zu viel Pläne geht oft das Leben, die Situation und die Qualität der Gegenwart verloren.

Wenn ich zurückblicke fällt mir immer auf, das letztendlich alles so gekommen ist wie es gut zu mir und zu meinem Leben und meinem Umfeld passt – ohne große Pläne.

Wenn du nach Träumen fragst – ich möchte noch viel Reisen und viele Eindrücke von unserem schönen, vielseitigen Planeten sammeln 🙂

10. Was sind deine Wünsche für 2011?

Weiterhin so liebe, nette Menschen Kennenlernen, die mein Leben bereichern!

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Seit wann fotografierst Du schon?


Ich fotografiere seit meiner Jugend. Damals zusammen mit einer Freundin,
später mit meinem heutigen Mann und seit Ende meines Studiums beruflich.


Hast Du immer schon digital fotografiert?


Mein Mann, den ich über das Fotografieren kennengelernt habe hat viele
alte fotografische Schätze mit in unser gemeinsames Leben gebracht. Wenn
mir danach ist, kann ich also auch analog mittelformat fotografieren,
aber für meine Familien fotografiere ich ausschließlich digital, das
finde ich heute auch praktischer.


Welchen Rolle spielt für Dich die digitale Nachbearbeitung der Bilder?


Vor einigen Tagen fragte mich jemand, ob ich am Computer auch spiele und
mein erster Impuls war „ja“ zu sagen. Tatsächlich „spiele“ ich aber nur
mit Bildbearbeitungsprogrammen.
Meine ehemalige Photoshop Dozentin in den USA sagte einmal: „Photoshop
kann man nur, wenn man es macht!“ und es stimmt. Also spiele ich mit
verschiedenen Möglichkeiten und wenn mir gefällt, was dabei rauskommt,
setze ich diese Techniken bei den nächsten Shootings ein. Ich lege mich
dabei nicht gerne fest. Manche Bilder mag ich gerne zart, andere sehr
kontrastreich, wie es gerade besser passt.


Du bietest Deinen Kunden sowohl Studiofotografie als auch on location
Fotografie an. Worin liegen für Dich jeweils die Vorteile und was
empfiehlst Du Deinen Kunden?


Ich empfehle meinen Kunden auf ihr Bauchgefühl zu hören. Es gibt Familien zu denen passt am besten eine gewisse Art von Lifestyle Fotografie, andere mögen lieber klassische Studiobilder. Ich versuche aber immer auch die Studiosessions thematisch aufzufrischen und etwas wie meine „Selber-essen-Sessions“ für Einjährige anzubieten. Für mich heißt „natürlich“ nicht zwangsläufig „in der Natur“ aber einfach mal strubbelige Haare haben zu dürfen oder die Momente zwischen den Momenten einzufangen.
Im Sommer liebe ich Shootings im Freien mit Wasser, denn das lieben fast alle Kinder und die Motive sind einfach toll!


Worin besteht für Dich der Reiz in der Kinderfotografie?


Kinder machen nicht brav alles was man von ihnen verlangt und gerade deshalb werden ihre Bilder so schön authentisch.


Musst Du mit Tricks bei den Kleinen arbeiten, um sie zu motivieren?


Bei manchen Kindern schon. Ich habe festgestellt, dass singen einen häufig weiter bringt 😉


Kannst Du Dir eigentlich ein Leben ohne Kamera vorstellen?


Ehrlich gesagt, nein. Ich habe auch einfach zu viele Ideen und noch dazu zwei kleine Zwerge die mir privat immer wieder vor die Kamera laufen.
Ich glaube ohne Bilder könnten wir uns an Vieles nicht mehr erinnern, was uns durch Fotos plötzlich wieder ganz präsent wird.
Vielen Dank Monsieur Niepce für diese wunderbare Erfindung 🙂



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Wie bist du zur Fotografie gekommen?
 
Zur Fotografie gekommen bin ich durch meine eigenen Kinder. Ich habe zwar auch schon als Jugendliche viel und gerne fotografiert und auch Fotokurse besucht, jedoch kam mit meinen Kindern auch die Liebe zur Fotografie wieder bzw. wurde noch verstärkt. Ich wollte keinen Moment in ihrem Leben verpassen, so viel wie möglich auf Bildern festhalten.
 

Warum fotografierst du?

 

Die Zeit vergeht so schnell, gerade mit Kindern. Und wie oft hört man den Satz „Weißt Du noch damals?“ Wie schön ist es, wenn man dabei durch ein Fotoalbum blättern kann. Ich möchte mit meinen Fotos ein Stück Erinnerung bewahren.

 

Welcher Bereich der Fotografie macht dir besonders viel Spaß? …und warum?

 

Besonders viel Spaß macht mir die Arbeit mit Kindern. Kinder sind spontan, impulsiv und nicht planbar. Und genau das finde ich so faszinierend.
Sie zeigen uns die gesamten Facetten ihrer kleinen Persönlichkeit, ohne vorher darüber nachzudenken. So kann man echte Gefühle auf den Fotos festhalten. Herzhaftes Lachen, schüchterne Blicke, großes Staunen und Neugierde. Eben noch den Tränen nahe, lachen sie uns im nächsten Augenblick fröhlich an. Diese pure Lebensfreude findet man nur bei Kindern!

 

Wie versuchst du die kleinen Racker bei einem Shooting ins rechte Licht zu setzen?
Wie gehst du auf sie ein?

 

Ich beschäftige mich mit den Kindern, spiele mit ihnen und nehme für eine gewisse Zeit an ihrem Leben teil. Nur wenn sie mich akzeptieren, kann ich die Fotos machen, die ich machen möchte. So ergeben sich viele Bilder ganz von selbst. Ich lasse die Kinder ganz sie selbst sein. Die Kinder müssen nicht still sitzen und posen, sondern dürfen springen, lachen oder rennen. Aber natürlich kann man die Kinder auch unbemerkt etwas dirigieren.
Gerne bringe ich den Kinder Sachen mit, mit denen sie sich während des Shootings beschäftigen. Die ganz Kleinen freuen sich schon über den bunten Ball und halten ihn
glücklich in der Hand, während die Größeren gedankenverloren mit dem großen Luftballon spazieren gehen. Und wieso nicht einfach ein paar Seifenblasen aus dem Hut zaubern, wenn Lust und Aufmerksamkeit gerade schwinden? Die Kinder freuen sich und auf dem Foto machen sich die schillernden Seifenblasen auch sehr gut. Und die Frage, ob die Schnecke auf der Nase kitzelt, kann man nur beantworten, wenn man es mal ausprobiert. Ältere Kinder sind ganz stolz, wenn sie zwischendurch schon mal einen Blick auf das Display der Kamera werfen dürfen und so schon einen kleinen Eindruck von den Fotos bekommen. Das motiviert sie oft zu neuen Fotos.

 

Mit welchem Equipment bereitest du dich auf so ein Shooting vor?

 

Was sollte dabei nicht fehlen? Mit welcher/welchen Kamera/s arbeitest du und warum?
Ich arbeite mit einer digitalen Spiegelreflexkamera und lichtstarken Objektiven. Das ermöglicht mir, auch indoor bei nicht optimalen Lichtverhältnissen auf den Einsatz von Blitz oder anderen zusätzlichen Lichtquellen zu verzichten und mit vorhandenem Tageslicht zu arbeiten. Welche Locations (Studio, Outdoor, On Location) bevorzugst du und warum? Es geht definitiv auch ohne Studio. Meine Kunden besuche ich meistens zuhause. So entstehen die Fotos dort, wo die Kinder sich wohlfühlen: Im Kinderzimmer, im Garten oder aber auch mal im Park. Denn in ihrer bekannter Umgebung sind die Kleinen viel entspannter. Im Haus genügt meist ein großes Fenster oder eine Terrassentür als Lichtquelle. Wenn die Kinder dann in Richtung Fenster schauen, bekommt man schöne Reflexe in den Augen, die die Augen strahlen lassen. Durch den Einsatz von lichtstarken Objektiven kann ich auf Blitz verzichten und arbeite wann immer es möglich ist, mit natürlichem Licht. Außerdem gehe ich sehr gerne mit den Kindern nach draußen. Denn hier entstehen authentische Kinderfotos: natürlich, ungezwungen und voller Leben. Ohne aufgesetzte Mimik und gestellte Posen!

 

Was würdest du gerne aus fotografischer Sicht einmal ausprobieren?

 

Es gibt noch einige Ideen, die mir im Kopf herumschwirren. Ungewöhnliche Orte, einfach mal weg von den Standardsituationen. Einiges konnte ich in diesem Jahr schon ausprobieren, aber ich freue mich immer wieder auf neue Herausforderungen.

 

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M o r e   i n f o